Leise gedacht.

Oft sind es nicht die großen Thesen, die im Gedächtnis bleiben. Sondern ein Satz, eine Begegnung, ein kleiner Moment. „Leise gedacht.“ erzählt von solchen Augenblicken, in denen sichtbar wird, was Fundraising zwischen Menschen bewegen kann.

Sie sind ein Segen.

Eine handgeschriebene Dankeskarte. Ein Satz, der für mich einer von vielen war – und für eine Spenderin einen Platz neben dem Bild ihres verstorbenen Mannes bekam.

Sie sind ein Segen.

Als Fundraiser bei den Johannitern hatte ich Postkarten anfertigen lassen. Im Johanniter-Design. Auf der Vorderseite stand nur ein Wort:

DANKE.

Ich verschickte sie zum Beispiel, wenn jemand ein zweites Mal gespendet hatte. Keine vorgedruckte Standardantwort, sondern ein paar handgeschriebene Zeilen. Auf einer dieser Karten schrieb ich sinngemäß:

„Herzlichen Dank für Ihre erneute Spende. Dank Ihnen erhalten obdachlose Menschen in dieser kalten Zeit Wärme. Sie sind ein Segen.“

Einige Zeit später klingelte mein Telefon. Eine ältere Dame wurde von der Zentrale durchgestellt. Sie hatte die Karte erhalten und wollte sich dafür bedanken.

Wir sprachen eine Weile miteinander. Sie erzählte von ihrem Mann, der zwei Jahre zuvor gestorben war. Die beiden waren gläubige Christen gewesen.

Dann erzählte sie mir, wo die Postkarte nun stand. Auf ihrem Kaminsims. Direkt neben dem Bild ihres Mannes.

Für mich war es eine von mehreren Karten, die ich in diesen Wochen geschrieben hatte. Für sie stand sie neben dem Bild ihres Mannes.

Wir schreiben einen Satz.
Was wir manchmal im Leben eines anderen Menschen berühren, erfahren wir nur selten.

Wow. Ein gutes Gefühl.

Eine Unternehmensspende für ein Gewaltpräventionsprogramm. Und ein Satz am Telefon, der aus einem Verwaltungsvorgang plötzlich etwas Persönliches machte.

Wow. Das ist jetzt ein gutes Gefühl.

Eine Kindertagesstätte der Johanniter wollte für ihre Vorschulkinder ein Gewaltpräventionsprogramm durchführen.

Dafür suchten wir ein Unternehmen aus der Region, das dieses Vorhaben mittragen würde.

Ich recherchierte Unternehmen aus der Umgebung, schrieb sie an und telefonierte einige Tage später hinterher. Eines sagte zu.

Im anschließenden Telefonat besprach ich mit einem Mitarbeiter aus der Verwaltung, wie es nun weitergehen würde. Zum Schluss sagte ich ihm, dass das Programm stattfinden könne. Und dass sich die Vorschulkinder schon sehr darauf freuten.

„Wow. Das ist jetzt ein gutes Gefühl.“

Ja. Auch für mich.